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Sternfahrt Geltinger Bucht stellt Positionen gegen NPO klar

Die Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein sind sich einig, der Widerstand gegen den geplanten Nationalpark-Ostsee wird immer stärker. Erneut haben sich am 26.08.2023 in Gelting besorgte Menschen zu Lande und zu Wasser versammelt, um gegen die unausgegorenen Nationalpark-Pläne der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung um Ministerpräsident Daniel Günther und Umweltminister Tobias Goldschmidt zu protestieren. Nach den Protesten auf Fehmarn die zweite Demonstration in nur einer Woche. Gemeinsam mit den Initiatoren der Initiative Freie Ostsee Schleswig-Holstein und weiteren Verbänden aus dem Tourismus, dem Wassersport, der Fischerei und der Landwirtschaft versammelten sich rund 1000 Teilnehmer in der Geltinger Bucht. Dieses starke Zeichen macht deutlich, wie einig sich die Menschen an der Ostseeküste in ihrer Ablehnung sind, von Flensburg bis Fehmarn. Die Bürgerinnen und Bürger haben den geplanten Nationalpark als schlecht geplantes politisches Prestigeprojekt enttarnt. Viel schlimmer noch, es wird immer deutlicher, dass das Vorhaben auf tönernen Füßen steht. Es gibt weder eine überzeugende wissenschaftliche Begründung für die Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen noch eine ordentliche Analyse der der zu erwartenden negativen Folgen für Wirtschaft, Tourismus, Kultur und Sport. Stattdessen werden die Gegner des Nationalparks aufgefordert, selbst alternative Vorschläge für einen wirksamen Ostseeschutz zu erbringen. Diese arrogante Politik der Beweislastumkehr erzürnt die Menschen vor Ort.

Björn Brüggemann (Sprecher): „Es wird Zeit, dass einige politische Akteure die Menschen an der Küste endlich ernst nehmen. Die Menschen vor Ort erwarten, gehört zu werden. Mit einem Nationalpark gehen zwingend mittel- und langfristige Beschränkungen und Nutzungsverbote einher. Ein Nationalpark ist laut Bundesnaturschutzgesetz darauf ausgelegt, in einem überwiegenden Teil vom Menschen unbeeinflusst zu sein. Die damit verbundenen Einschränkungen sind erheblich und würden die Ostseeküste als Lebens-, Kultur- und Wirtschaftsraum negativ verändern. Unverhältnismäßige und weitreichende Nutzungsverbote für Wassersportler, Anwohner und auch Urlaubsgäste sind zwingend, wenn das Bundesnaturschutzgesetz 1:1 angewandt wird. Das wird leider von Teilen der Politik nicht nur verschwiegen, sondern sogar aktiv bestritten. Ein Nationalpark als Instrument für einen Ausgleich von Naturschutz- und Nutzungsinteressen ist daher schon grundlegend ungeeignet. Statt in ein bürokratisches Prestigeprojekt sollte in einen echten und wirksamen Umweltschutzinvestiert werden, gemeinsam mit den Bürgern statt gegen die Bürgerinnen und Bürger mit ihren berechtigten und begründeten Einwänden!“

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Download Pressemitteilung: 2023 08 27 Pressemitteilung Freie Ostsee SH zu Protesten an der Ostseeküste